smart_mobility_enercastLeistungsprognosen Wind und Solar im Bereich der eMobilität

 

 


Deutschland will seine Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 reduzieren. Laut dem nationalen Inventarbericht konnten in den vergangenen 20 Jahren die Emissionen um 24 % gesenkt werden. Bis 2020 müssen weitere 16 % gemindert werden. Während es in einigen Sektoren Erfolge zu verzeichnen gibt, stellt sich die Situation im Verkehrssektor anders dar. Die CO2- Emissionen des Verkehrs haben sich zwischen 1960 und heute mehr als verdoppelt.

Verglichen mit 1990 sind sie um knapp 8 % gestiegen. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen der Straßenverkehr, der im Jahr 2009 rund 178 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen hat und damit für 83 % der Emissionen im Verkehrssektor verantwortlich war. Der nationale Entwicklungsplan Elektromobilität sieht daher bis 2020 alleine auf deutschen Straßen eine Million Elektrofahrzeuge vor – bis 2030 sogar sechs Millionen. Für die Automobilwirtschaft liegt die Zukunft in der Elektromobilität. (Quelle: Studie Marktpotenziale und CO2-Bilanz von Elektromobilität, Öko-Institut e.V.)

Allerdings hängt das erreichen der Ziele in diesem Bereich mit der Herkunft – der Produktionsart – des Ladestroms für die Elektrofahrzeuge zusammen. Wird ein Elektromobil mit Strom betrieben, der aus Steinkohle gewonnen wurde, so ist die CO2 Bilanz eines eMobils nicht das Ziel für den Klimaschutz, da mit solchem Strom die CO2 Blianz des eMobils mit 250gCO2/km schlechter ist als die eines Benzin getriebenen Automobils. Anders sieht die CO2 Bilanz aus, wenn die elektrische Energie aus Windkraft oder Photovoltaik gewonnen wurde, denn dann fällt der CO2 Ausstoß auf 60g/km. Die Wende kann hier also nur sinnvoll umgesetzt werden, wenn der Strom für Elektrofahrzeuge nicht aus fossilen Energieträgern gewonnen wurde.

Moderne Solartankstelle Carport mit Solarenergie in NaturDas System der dezentralen Energiegewinnung aus wetterabhängigen Energieträgern (wie Wind und Sonne) verfügt zu manchen Tages- bzw. Jahreszeiten über einen Energieüberschuss. Von der überschüssigen, fluktuierenden Stromeinspeisung kann ein Teil zur Ladung der Fahrzeugbatterien genutzt werden. Dieser Umstand hat den Nebeneffekt, dass die Stromproduktion aus konventionellen Kraftwerken in einigen Stunden verringert werden kann. Neben dem Nutzen für die Fahrzeuge wäre mit der Ladung von „Überschuss“-Strom auch ein Beitrag für die Integration der erneuerbaren Energien verbunden.

Daher gewinnen Leistungsprognosen für Wind- und insbesondere PV-Anlagen in Zukunft an Bedeutung. Mithilfe der Prognosen können die Elektrofahrzeuge zu dem Zeitpunkt geladen werden, an dem Strom aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen im Überfluss vorhanden ist. Wird der Ladevorgang eines Fahrzeuges begonnen, so wird der intelligenten Ladestation mitgeteilt, zu welchem Zeitpunkt welche Energie in den Batterien des Fahrzeuges zur Verfügung stehen soll. Durch die Anbindung der Ladestation an das Mobile Internet, kann der Nutzer diesen Plan jederzeit einsehen und aktualisieren. Mit enercast Prognosen wird nun der beste Ladeplan erstellt um das Fahrzeug mit einem möglichst hohen Anteil erneuerbarer Energie zu beladen.

Automobilhersteller und die Hersteller der Ladeinfrastruktur können mit enercast Leistungsprognosen ihren Kunden von Elektrofahrzeugen somit eine wirklich umweltverträgliche Alternative bieten.

Elektrofahrzeuge als Bestandteil dezentraler Netze

Perspektivisch können die Batterien bei einer steigenden Anzahl von Elektroautos als temporärer Stromspeicher verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, die gespeicherte Energie in Elektrofahrzeugen zur Überbrückung kürzerer Zeitspannen der Unterversorgung im Netz zu nutzen. Auch hierfür sind genaue Prognosen der nutzbaren Energiemenge erforderlich.

Termin vereinbaren